Die Karlsbrücke in Prag

Die Karlsbrücke in Prag ist eine der ältesten Steinbrücken der Welt und verbindet die Prager Altstadt mit dem Stadtteil Kleinseite jenseits der Moldau. Als eine der schönsten Brücken der Welt gehört sie zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Prag.

Karlsbrücke über die Moldau

Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Karlsbrücke über die Moldau ist eines der Wahrzeichen der tschechischen Hauptstadt, deren Erbauung in die Regentschaft von Karl IV. fällt, der auch für zahlreiche andere historische Gebäude und bedeutende Sehenswürdigkeiten in Prag verantwortlich ist. Als Vorbild für die Karlsbrücke in Prag diente die Steinerne Brücke in Regensburg über die Donau. Die Karlsbrücke erreicht eine Länge von 516 Metern und eine Breite von rund 10 Metern und wird durch Brückentürme auf beiden Seiten begrenzt, zur Prager Altstadt durch den Altstädter Turm, zur Kleinseite durch zwei Türme, die wiederrum über einen Torbogen miteinander verbunden sind. Bis ins Jahr 1841 war die Karlsbrücke die einzige Verbindung über die Moldau zwischen Altstadt und Prager Burg und darüber hinaus einer der wichtigsten Handelswege zwischen Ost- und Westeuropa. Ihren jetzigen Namen „Karlsbrücke“ erhielt sie erst im Jahre 1870. Während des Dreißigjährigen Krieges erlebte die Brücke die heftigsten Kämpfe zwischen den Schweden, die das Westufer der Moldau besetzten und in die Prager Altstadt vordringen wollten. Hierbei wurde besonders der Altstädter Turm zur Flußseite enorm beschädigt. In den Jahrhunderten danach war es vor allem die Moldau, die für die häufigsten und schwersten Schäden an der Brücke verantwortlich war.

Karlsbrücke über die Moldau in Prag
Ausblick auf die Karlsbrücke vom Aussichtsturm auf dem Petřín-Hügel

Das Ensemble aus steinerner Karlsbrücke und Brückentürmen macht die Karlsbrücke zu einer der schönsten Brücken der Welt. Entlang des Brückengeländers wurden im Laufe der Geschichte 30 meist barocke Skulpturen von Heiligen aufgestellt, deren bekannteste Skulpur die Statue des heiligen Johannes von Nepomuk ist, den der böhmische König Wenzel IV. im Jahre 1393 in die Moldau werfen ließ. Inzwischen stehen auf der Brücke jedoch nur noch Kopie, während die Original im Prager Nationalmuseum ausgestellt sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.