Im Musée Matisse in Nizza

Henri Matisse war einer von vielen Künstlern und Malern, die viele Jahre ihres Lebens in Nizza an der Côte d’Azur verbrachten und dort zahlreiche berühmte Werke erstellten.

Das Musée Matisse in Nizza ist ausschließlich dem französischen Maler und Bildhauer Henri Matisse gewidmet, der hier im Stadtteil Cimiez viele Jahre lebte, arbeitete und am 3. November 1954 verstarb. Jeder kennt von Matisse die Poster mit den berühmten Scherenschnitten Blauer Akt, die 1952 – quasi in den letzten Jahren seines Lebens – entstanden und zu seiner bekanntesten Werken zählen. Es ist eine Serie von mehreren Scherenschnitten, die sitzende oder stehende weibliche Akte in abstrakter Form darstellen.

Musée Matisse in NizzaDie Gründung des Museums Musée Matisse in Nizza basiert auf einer Schenkung mehrerer Kunstwerke von Henri Matisse selbst an die Stadt Nizza, insbesondere das Gemälde Stillleben mit Granatapfel (1947), vier Zeichnungen aus den Jahren 1941/42, den Scherenschnitt Die kreolische Tänzerin (1950) sowie zwei Seidendrucke, die während einer Reise nach Ozeanien im Jahr 1947 entstanden sind. Es folgten weitere Schenkungen der Erben von Henri Matisse, wobei die Größe und die Anzahl der ausgestellten Kunstwerke so manchen enttäuschen können. Zusammen mit einem Spaziergang durch den wunderschönen Garten vor dem Musée Matisse unter Dutzenden von Olivenbäumen ist ein Besuch des Museums durchaus empfehlenswert, zumal man bei der Fahrt zum Museum all die Villen und den Friedhof im Stadtteil Cimiez bestaunen kann. Auch Henri Matisse wurde nach seinem tödlichen Herzanfall am 3. November 1954 auf diesem Friedhof in Cimiez begraben. Das Grab mit Gedenkstein – ein Geschenk der Stadt Nizza – findet man am höchsten Punkt des Friedhofs.

Das Musée Matisse gehört neben dem Musée Chagall in Nizza, dem Musée Picasso in Antibes und dem Musée Cocteau in Menton zu den zahlreichen sehenswerten Museen, die einen Urlaub an der Côte d’Azur regelmäßig auch zu einer Kunst- und Kulturreise werden lassen. Henri Matisse war insbesondere mit Pablo Picasso freundschaftlich verbunden, der ihn immer wieder in Südfrankreich besuchte und darüber hinaus von Juli bis Dezember 1946 in Antibes ein Atelier hatte. Nach dem Tod von Matisse erwarb Picasso bei Aix-en-Provence das Schloss Vauvenargues, wo er sich dauerhaft ein Atelier einrichtete und zahlreiche Werke erschuf.

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