Entlang der Küste durch Südfrankreich

Südfrankreich war schon mehrmals unser Reiseziel und die Route von Menton nach Perpignan entlang der Küste zum Mittelmeer gehört zu den schönsten Reiserouten, die man sich vorstellen kann, sowohl im Sommer wie im Winter.

Auf mehreren Etappen durch den schönsten Teil Südfrankreichs durchquert man auf dem Weg von Menton nach Perpignan die Regionen Côte d’Azur, Provence und Languedoc-Roussillon. Von hier aus ist es nicht mehr weit zur Costa Brava in Spanien oder zu den Bergen der Pyrenäen, die als natürliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien dienen. Mondäne Badeorte, ursprüngliche Fischerdörfer und luxuriöse Hafenstädte wie Marseille, Nizza, Cannes, Monaco, St. Tropez, Cassis, Sète und Collioure wechseln sich ab. Im Hinterland befinden sich die historisch und kulturell interessanten Städte wie Avignon, Nimes, Arles oder Carcasonne, die einige der schönsten Sehenswürdigkeiten von Frankreich beheimaten. Und Naturfreunde finden in der Camargue ihre Erfüllung.

Auf dem Weg von München nach Südfrankreich wählen wir in der Regel die Strecke vom Bodensee durch die Schweiz bis nach Mailand, weil man hier auf der Suche nach einem günstigen Hotel meist fündig wird. Und Mailand selbst ist sicherlich mehr als nur eine Durchgangsstadt. Erster Stopp auf dem Weg entlang der Küste Südfrankreichs ist Menton oder Monaco, wobei wir meist letzteres vorziehen und uns der Stadt auf der unteren Corniche entlang der wunderschönen Küste mit einzigartigen Aussichten auf das Mittelmeer nähern. Beim Blick auf Monaco mit dieser weniger sehenswerten Hochhäusern fällt es einem zwar schwer, sich auf das Flair der Stadt einzulassen. Nichtsdesto ist Monaco immer wieder ein Halt wert, um sich beispielsweise die Lusuxyachten im Hafen anzuschauen. Wer nicht gerade während des Formel 1 Grand Prix in Monaco verweilen will, kann natürlich auch eine Nacht in einem der Luxushotels verbringen und ein Besuch des Casinos wagen.

La Croisette in Cannes

Zwischen Monaco und der nächsten größeren Stadt Nizza liegen die die Orte Roquebrune Cap-Martin und Cap Ferrat, wo sich die prunkvollen und berühmten Luxusvillen der Reichen aneinanderreihen. Nizza zählt heute zu den größten und schönsten Städten Frankreichs und ist wegen seines milden Klimas besonders beliebt zum Überwintern. Deshalb kann man hier selbst im Dezember und Januar die schönsten Yachten im Hafen bestaunen. Wer das notwendige Kleingeld mitbringt, findet in Nizza beste Bedingungen zum Shopping, wo Galerien, Geschäfte und Boutiquen zum Einkaufen locken. Kulturell ist besonders das Musée d´Art Moderne et d´Art Contemporain mit Werken von Andy Warhol und Künstlern der Schule von Nizza zu empfehlen. Auch das Hinterland von Nizza hat einiges zu bieten, insbesondere das kleinere Städtchen St-Paul-de-Vence, wo sich viele bekannte und weniger bekannte Künstler niedergelassen haben. Auch das Städtchen Antibes hat mit dem Musée Picasso einiges zu bieten. Picasso nutzte hier 1946 das ehemalige Chateau Grimaldi als Atelier und stiftete aus Dankbarkeit die rund 150 hier entstandenen Werke, wovon die meisten davon thematisch das Mittelmeer behandeln.

Nächstes Highlight entlang der südfranzöischen Mittelmeerküste ist die Stadt Cannes, wo alljährlich im Mai das berühmte Filmfestival von Cannes stattfindet. Entlang dem Boulevard de la Croisette mit seinen schönen Palmen und Boutiquen kann man wunderschön promenieren oder auch am schönsten Stand der Cote d´Azur joggen.

Yachten im Hafen von CannesNatürlich sollte man sich auch hier einen Blick auf die Yachten im Hafen nicht entgegen lassen. Wer außerhalb der Saison nach Cannes reist, kann hier beispielsweise im Winter eine wunderschöne Zeit genießen. Dann machen auch Ausflüge ins Hinterland von Cannes richtig Spaß, insbesondere in die Kleinstadt Grasse, wo seit dem 16. Jahrhundert die besten Parfüme der Welt hergestellt werden. Mit Ausnahme von St. Tropez wird es auf dem weiteren Weg von Cannes bis nach Marseille wieder etwas ursprünglicher und weniger mondän und luxuriös.

Marseille ist die größte Stadt Südfrankreichs, aber nicht unbedingt die sehenswerteste. Für Feinschmecker und kulturell interessierte Urlauber hat Marseille dagegen deutlich mehr zu bieten. Ehrlich gesagt haben wir bislang immer einen großen Boden um Marseille gemacht und sind auf möglichst direktem Weg in die Region der Camargue weitergefahren, wo die Rhone ins Mittelmeer mündet und den Übergang zur Region des Languedoc-Roussillon bildet. Die schwarzen Stiere und weißen Pferde der Camargue sind weltberühmt. Eine Perle in der Camargue ist die Kleinstadt Aigues-Mortes, die man unbedingt besuchen sollte. Am besten nähert man sich der vollständig erhaltenen Stadtmauer durch die Salinen der Petite Camargue, wo man sich entlang des Weges die Flamingos im Wasser anschauen kann.

Aigues-Mortes
Aigues-Mortes

Auf dem weiteren Weg nach Perpignan kurz vor der Grenze nach Spanien findet man die schönsten und kilometerlangen Strände Südfrankreichs, von denen einer schöner ist als der andere. Schade, daß einige davon durch die hochgezogenen Bettenburgen wie in La Grande Motte etwas von ihrer Schönheit verloren haben.

Teller MeeresfrüchteEtwas ursprünglicher ist die Hafenstadt Sète mit einem 15 Kilometer langen Sandstrand im Südwesten der Stadt, der selbst in der Hochsaison nicht wie andere völlig überlaufen ist. Auch kulinarisch hat Sète mit seinen Fischrestaurants entlang des Grand Canal durch die Stadt einiges zu bieten. Hier haben wir bislang die besten Muscheln gegessen und das zu einem sehr akzeptablen Preis. Die Restaurants entlang des Kanals sind jedoch sehr begehrt und während der Saison schnell gefüllt, weil man herrlich am Wasser sitzt und stundenlang das Essen genießen kann. Die Muscheln, Austern und anderen Meeresfrüchte stammen aus den Lagunen vor der Stadt, die zu den größten Frankreichs zählen. Daher kommt als extrem frisch auf den Tisch und das schmeckt man auch. Auch ein Spaziergang durch die Altstadt entlang der Kanäle mit den kleinen Fischerbooten ist sehr empfehlenswert und eine willkommene Abwechslung zu all dem Luxus, den man in den letzten Tagen gesehen hat. Das Ende unserer Tour markiert die Stadt Perpignan, wo der katalanische Einfluß schon deutlich zu erkennen ist.

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